Und es ist nie nichts mehr offen. Nicht, weil du schlecht organisiert bist — du hältst hier alles zusammen. Sondern weil dein Wert an einer Bedingung hängt: gebraucht werden, funktionieren, gefallen, liefern.
Solange die Bedingung gilt, hilft kein besseres System. In diesem Programm geht es um die Bedingung selbst.
„Ich bin wertvoll, einfach weil ich bin.“
Frauen, die alles am Laufen halten, scheitern selten an der Organisation. Sie scheitern daran, dass sie nichts abgeben können, ohne sich schuldig zu fühlen. Dass sie nicht Nein sagen können, ohne sich zu rechtfertigen.
Dahinter steht fast immer dasselbe: Der eigene Wert ist an eine Bedingung geknüpft. Gebraucht werden. Funktionieren. Gefallen. Liefern. Solange diese Bedingung gilt, hilft keine neue To-do-Liste — sie macht die Liste nur schneller wieder voll.
Es geht nicht darum, mehr zu schaffen. Es geht darum, dass dein Wert nicht mehr davon abhängt, wie viel du schaffst.
Du weißt, wer du bist, was du willst, wo deine Grenzen liegen — und traust dich, danach zu handeln. Andere spüren das, weil du anders wirkst.
Du machst die Küche fertig, obwohl du seit sechs Uhr auf den Beinen bist, und setzt dich erst hin, wenn nichts mehr offen ist.
Ausruhen darf ich, wenn alles erledigt ist. — Und es ist nie alles erledigt.
Du nimmst dir zwanzig Minuten für dich und hörst innerlich mit, was du in dieser Zeit alles hättest schaffen können.
Zeit für mich muss ich mir erst verdienen.
Du arbeitest abends noch weiter, obwohl niemand das verlangt.
Wenn ich das nicht schaffe, bin ich hier falsch.
Du sagst Ja zum dritten Kuchen für den Kita-Basar, obwohl die Woche schon voll ist.
Wenn ich absage, denken die, ich bin eine, die sich nicht einbringt.
Du erklärst dein Nein in drei Sätzen und hängst noch einen Vorschlag dran, wie es doch klappen könnte.
Ein Nein allein reicht nicht. Ich muss es mir verdienen.
Beim Familienessen wird gefragt, wo ihr Urlaub macht. Du sagst, was die anderen wollen, und merkst erst im Auto, dass dich das ärgert.
Meins ist nicht so wichtig.
Du stehst vor einer Entscheidung, holst dir vier Meinungen ein und weißt am Ende noch weniger.
Ich traue mir selbst nicht zu wissen, was ich will.
Jemand fragt, was du dir wünschst, und dir fällt nichts ein. Nicht, weil du nichts willst. Weil die Frage so lange nicht dran war.
Meine Wünsche standen so lange hinten an, dass ich sie nicht mehr kenne.
Es geht dir gut, alles läuft — und du wartest darauf, dass gleich etwas schiefgeht.
Wenn ich nicht wachsam bin, fällt alles auseinander.
Drei Module, neun Lektionen, zwölf Wochen. Der Weg geht vom Zustand über die Selbsterkenntnis zum Handeln — in dieser Reihenfolge, weil man aus einem überdrehten Kopf heraus weder erkennen noch entscheiden kann.
Für Frauen, die im Alltag alles zusammenhalten und sich für fast alles verantwortlich fühlen — für die Stimmung zu Hause, für das, was im Job liegen bleibt, für das, was andere brauchen. Die kompetent sind und trotzdem an sich zweifeln. Die wissen, wie man Grenzen setzt, es aber nicht tun. Und die den Verdacht haben, dass ihr Problem nicht die Zeit ist.
Kleine Gruppe, drei bis fünf Frauen. Klein genug, dass es um dich geht, und groß genug, dass du nicht allein damit bist.
Einmal pro Woche eine gemeinsame Session, jede vierte Woche pausieren wir zum Setzenlassen. Dazwischen läuft der Chat — dort findest du die Lektionen als Podcast, rund 30 Minuten die Woche, stellst deine Fragen und schreibst deine Übungen auf.
Die Session hat einen festen Termin. Alles andere machst du in deinem Tempo. Weil die Gruppe so klein ist, richten sich Tiefe und Schwerpunkte nach dem, was die Teilnehmerinnen mitbringen. Der Aufbau steht, der Weg wird gemeinsam gegangen.
Ich arbeite mit dir auf drei Ebenen: Nervensystem, Mindset, Alltag — in dieser Reihenfolge. Wenn dein Nervensystem reguliert ist, kannst du denken. Dann erst macht die Arbeit an den Sätzen Sinn, die dir jahrelang erzählt haben, wann du wertvoll bist.
Wir arbeiten mit dem Heute. Nicht mit der Aufarbeitung deiner Vergangenheit. Und nicht mit einer Technik, die schnell wirkt — hier verändert sich etwas Grundsätzliches, und das braucht Zeit.
Raus aus dem Funktionieren. Rein ins Leben.
Wenn dir dazu nichts einfällt, ist das kein schlechtes Zeichen. Die Frage war nur lange nicht dran — und genau darum geht es in diesen zwölf Wochen.
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